Aktuelle Ergebnisse

der Neurowissenschaften

 

Im Nachfolgenden finden Sie kleine "Schmankerl" aus der Welt der Gehirnforschung.

 

Aktuelle Artikel, (meist) frei erhältlich, zum Nachlesen, oder einfach in der Kürze hier zusammengefasst.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß!

 

 

Die beste Nachricht für 2019!

 

Gute Vorsätze umzusetzen ist eigentlich ganz einfach ...

Der angestrebte Gewinn muss lediglich größer sein als der dafür notwendige Aufwand!

 

Das menschliche Gehirn ist ein Unternehmen höchster Effizienz. Entsprechend wird dieses Prinzip auch für die Auswahl bei wirtschaftlichen Entscheidungen angewandt.

 

Entsteht die Notwendigkeit einer Auswahl von Handlungen stehen dem Gehirn viele Informationen zur Verfügung. Zum einen die aktuellen Signale aus der Umwelt, zum anderen die bereits im Gedächtnis gespeicherten Erfahrungen früherer, vergleichbarer Situationen.

 

Aus diesen Daten erstellt das Gehirn eine Berechnung, welche den wahrscheinlichen Aufwand, um das angestrebte Ziel zu erreichen, mit dem Gewinn des zu erwartenden Ergebnisses vergleicht. Je größer der Gewinn im Vergleich zum Aufwand ausfällt, desto eher wird eine Aktion ausgeführt oder eine Entscheidung zugunsten der Handlung getroffen. 

 

Das „Geheimnis“, wie gute Vorsätze (nicht nur zu Neujahr) umgesetzt werden, liegt also darin, den zu erreichenden Gewinn so groß wie möglich zu gestalten. Er muss in jedem Fall größer sein, als die Anstrengung, die für die Aktion aufgebracht werden muss. Ansonsten wird das Ziel nicht (oder nur sehr widerwillig) erreicht.

 

Haben Sie sich zum Beispiel vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören, dann benötigen Sie zur Durchsetzung dieses Vorsatzes einen Gewinn, der für Sie mehr bedeutet, als der Genuss einer Zigarette. Allein das Bewusstsein, dass man etwas für die Gesundheit getan hat, fühlt sich nicht wie ein Gewinn an, wodurch das Ziel unattraktiv wird und die Wahrscheinlichkeit steigt, den Vorsatz gänzlich aufzugeben.

 

Artikel:

Fischer AG (2018) Planning Your Way: How Humans Strategically Evaluate Prospective Decisions. Neuron, Bd 99(5), S 874-876. doi: 10.1016/j.neuron.2018.08.028

Warum ein wenig mehr Bewegung so gut für das Gehirn ist ...

 

"Wenn die Vorteile des Gehens in Bezug auf die Gesundheit des Herz-Kreislaufsystems oder für die Umwelt Sie noch nicht überzeugt haben, dann schaffen das vielleicht die Vorteile für Ihr Gehirn."

 

So beginnt ein Artikel von J. Raymond in dem wissenschaftlichen Magazin „Nature Neuroscience“. Die Autorin unterstreicht darin die enormen Vorzüge, die nur ein wenig mehr an Bewegung auf das menschliche Gehirn ausübt. So können viele Leistungen deutlich verbessert werden wie die Lernfähigkeit, das Gedächtnis oder die Kreativität. Außerdem werden sogenannte Alterserscheinungen hinausgezögert oder gar ganz vermieden, sodass die kognitiven Fähigkeiten länger genutzt werden können.

 

Und das alles, wenn man ab und zu das Auto stehen lässt und stattdessen zu Fuß an sein Ziel gelangt!

 

Artikel:

Raymond JL (2018) Yet another reason to walk instead of drive. Nature Neuroscience, Bd 21(5), S 648-649. doi: 10.1038/s41593-018-0142-0

 

Großzügiges Verhalten erhöht das Glücksempfinden

 

Eine Studie von Park et al. im Wissenschaftsmagazin Nature zeigte, dass das freizügige Geben (in diesem Fall von Geld) das allgemeine Glücksempfinden der Gebenden deutlich erhöhte. Verglichen wurden Teilnehmer einer Gruppe, die freizügig anderen Menschen 

eine Freude bereiteten, mit einer Gruppe, in der die Teilnehmer das Geld für sich selbst ausgegeben haben. 

 

Das größere Glücksempfinden in der Gruppe der Großzügigen wurde auf eine verstärkte Aktivierung in der temporo-parietalen Verbindung (temporo-parietal junction, TPJ) zurückgeführt, welche für die Verarbeitung bei der Beurteilung von anderen Menschen und deren Handlungen verantwortlich ist (auch bekannt als "Spiegelneurone").

 

In diesem Bereich des Gehirns wird eine Art Rückkopplung ausgelöst. Die beobachtete Freude des Beschenkten wirkt auf das Gehirn des Schenkenden zurück und führt damit dazu, dass auch beim Schenkenden ein gleichwertiges positives Gefühl hervorgerufen wird.

 

Artikel:

Park, S. Q. et al. A neural link between generosity and happiness.

Nat. Commun. 8, 15964 doi: 10.1038/ncomms15964 (2017).

 

Eine Umarmung reduziert negative Gefühle! 

 

In einer aktuellen Studie von M. Murphy et al., veröffentlicht im wissenschaftlichen Magazin PLoS ONE, zeigen die Wissenschaftler, dass eine freundschaftliche Umarmung dazu führt, dass sich die negative Stimmung z.B. nach einem Streit, deutlich verbessert und die zwischenmenschliche Beziehung schneller wiederhergestellt wird als ohne Umarmung.

 

Einen Unterschied zwischen Frauen und Männern konnte nicht gefunden werden, woraus geschlossen werden kann, dass beide gleichermaßen von einer Umarmung profitieren.

 

Artikel:

Murphy MLM, Janicki-Deverts D, Cohen S (2018) Receiving a hug is associated with the attenuation of negative mood that occurs on days with interpersonal conflict. PLoS ONE 13(10): e0203522. https://doi.org/10.1371/journal. pone.0203522

Dr. Elke Präg Dr. Elke Präg

 

 

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